Fugenbänder für das UnplanbareÜbergänge zwischen Bodenplatte und aufgehender Wand, Alt‑/Neubau‑Anschlüsse oder Durchdringungen durch WU‑Konstruktionen stellen konventionelle Fugenbänder vor Herausforderungen. Unterschiedliche Bewegungsrichtungen, winklige Geometrien und mangelnder Zugang erschweren eine dauerhaft dichte Lösung. Das Combi‑Flex‑System besteht aus einem hochflexiblen thermoplastischen Elastomerband, dessen Ränder werksseitig mit einer Epoxidharz‑Haftbrücke kaschiert sind. Dieses Sandwich lässt sich wie ein Flickenteppich an jede Bauteilform anpassen und verbindet sich chemisch und mechanisch mit Beton, Stahl oder Mauerwerk.Systemaufbau & MaterialeigenschaftenDas 1,6 mm starke TPE‑Core schwenkt bis 55 % seiner Breite, nimmt Rissbewegungen von ±25 mm auf und bleibt bei −30 ° C elastisch. Die Epoxi‑Kaschierung (Shore D 55) sorgt für hochfeste Randzonen, die mittels Feinspachtel in eine 3 mm tiefe Schicht aus thixotropem Epoxidverguss eingebettet werden. Eine Glasfaserarmierung im …
Fugenbänder für das Unplanbare
Übergänge zwischen Bodenplatte und aufgehender Wand, Alt‑/Neubau‑Anschlüsse oder Durchdringungen durch WU‑Konstruktionen stellen konventionelle Fugenbänder vor Herausforderungen. Unterschiedliche Bewegungsrichtungen, winklige Geometrien und mangelnder Zugang erschweren eine dauerhaft dichte Lösung. Das Combi‑Flex‑System besteht aus einem hochflexiblen thermoplastischen Elastomerband, dessen Ränder werksseitig mit einer Epoxidharz‑Haftbrücke kaschiert sind. Dieses Sandwich lässt sich wie ein Flickenteppich an jede Bauteilform anpassen und verbindet sich chemisch und mechanisch mit Beton, Stahl oder Mauerwerk.
Systemaufbau & Materialeigenschaften
Das 1,6 mm starke TPE‑Core schwenkt bis 55 % seiner Breite, nimmt Rissbewegungen von ±25 mm auf und bleibt bei −30 ° C elastisch. Die Epoxi‑Kaschierung (Shore D 55) sorgt für hochfeste Randzonen, die mittels Feinspachtel in eine 3 mm tiefe Schicht aus thixotropem Epoxidverguss eingebettet werden. Eine Glasfaserarmierung im Harz verhindert Scherspannungen – so bleibt die Abdichtung auch bei dynamischer Last schadenfrei. Druckwasserdichtigkeit bis 7 bar ist durch Prüfzeugnis MFPA Leipzig belegt.
Fünf Schritte zum dichten Übergang
1 | Untergrundvorbereitung: Beton anschleifen, Staub absaugen, Restfeuchte ≤ 4 M‑% prüfen.
2 | Anreißen & Pass‑Stück: Combi‑Flex wird vor Ort zugeschnitten, Ecken werden mit vormontierten Formteilen verschweißt.
3 | Epoxi‑Primer: Zweikomponenten‑Primer satt auftragen, Wartezeit 20 min.
4 | Einbettung: Randzonen in frischen Epoxidverguss drücken, Luftblasen ausrollen, Glasfasergelege auflegen, darüber verschließen.
5 | Finish: Nach 12 h Aushärtung kann Folgebeton eingebracht oder Sockelputz appliziert werden.
Baustellen‑Praxis
Ein 25 m langer Alt‑/Neubau‑Stoß wurde in einem Schweizer Spital an einem Wochenende abgedichtet, ohne stationäre Geräte umzusetzen. Die Übergangszone bleibt nun auch bei starken Setzungen wasserdicht und erreicht Klimaklasse W2‑E nach SIA 272.