Warum Tiefgaragen schneller altern als Brücken. Im Winter gelangt chloridbelastetes Tauwasser von Fahrzeugen in die Tiefgarage. Es sickert durch Mikrorisse des Betons, erreicht die Bewehrung und verursacht Lochfraßkorrosion. Der entstehende Rost sprengt Beton ab, reduziert Tragfähigkeit und bildet gefährliche Schollen an der Decke. Gleichzeitig greift CO₂ aus den Abgasen die Betondeckung an. Unsere mehrstufige Abdichtung verhindert Chlorideintritte dauerhaft und bringt die Traglast auf Neubauniveau.Phase 1 – Betondiagnose & Potentialfeldmessung. Kernbohrungen liefern Karbonatisierungs‑ und Chloridprofile; ein GalvanoPuls‑Gerät kartiert anodische Bereiche. Dort, wo der Korrosionsstrom über 5 µA/m² liegt, setzen wir Injektionspacker, um Risse mit niedrigviskosem Epoxidharz zu füllen. Parallel fräsen wir Delaminationszonen aus und ersetzen geschädigte Bewehrung durch B500B‑Stahl mit Epoxy‑Beschichtung.Phase 2 – OS 11b‑Beschichtungssystem. Nach Hochdruckwasserstrahlen (HDW 1 500 bar) …
Warum Tiefgaragen schneller altern als Brücken. Im Winter gelangt chloridbelastetes Tauwasser von Fahrzeugen in die Tiefgarage. Es sickert durch Mikrorisse des Betons, erreicht die Bewehrung und verursacht Lochfraßkorrosion. Der entstehende Rost sprengt Beton ab, reduziert Tragfähigkeit und bildet gefährliche Schollen an der Decke. Gleichzeitig greift CO₂ aus den Abgasen die Betondeckung an. Unsere mehrstufige Abdichtung verhindert Chlorideintritte dauerhaft und bringt die Traglast auf Neubauniveau.
Phase 1 – Betondiagnose & Potentialfeldmessung. Kernbohrungen liefern Karbonatisierungs‑ und Chloridprofile; ein GalvanoPuls‑Gerät kartiert anodische Bereiche. Dort, wo der Korrosionsstrom über 5 µA/m² liegt, setzen wir Injektionspacker, um Risse mit niedrigviskosem Epoxidharz zu füllen. Parallel fräsen wir Delaminationszonen aus und ersetzen geschädigte Bewehrung durch B500B‑Stahl mit Epoxy‑Beschichtung.
Phase 2 – OS 11b‑Beschichtungssystem. Nach Hochdruckwasserstrahlen (HDW 1 500 bar) trägt unser Team einen feuchtigkeitstoleranten Epoxid‑Haftgrund auf. Darauf folgt eine rissüberbrückende PU‑Membran (≥ 2 mm, Klasse B4.2 nach EN 1062‑7), die Risse bis 0,3 mm dauerhaft schließt. Eine polymere Nutzschicht mit Quarz‑Sandeinstreuung garantiert Rutschhemmung R11. Ein abschließender Versiegelungslack erhöht die Chemikalienbeständigkeit gegen Motoröl, Frostschutz und Bremsflüssigkeit.
Phase 3 – Dehnfugen & Detailabdichtung. Bewegungsfugen zwischen Rampen und Bodenplatte hinterlegen wir mit nichtbrennbarer Glasfaser‑Rundschnur und füllen sie mit einem ±50 % elastischen Hybrid‑Polymer. Wand‑Boden‑Anschlüsse erhalten ein 3‑lagiges Hohlkehlband, das Wasserdruck bis 5 bar widersteht.
Phase 4 – Qualitätssicherung & Wirtschaftlichkeit. Ein Pull‑Off‑Test nach DIN 1542 bestätigt Haftzugswerte ≥ 3 N/mm². Im Parkhaus Centralschweiz (420 Stellplätze) verringerte sich der jährliche Instandhaltungsaufwand von 48 CHF/m² auf 8 CHF/m², während sich die Lebensdauer der Konstruktion um prognostizierte 25 Jahre erhöhte. Die Investition amortisiert sich damit in unter zehn Jahren.