Fugen – das schwächste Glied im TunnelOb Eisenbahn‑, U‑Bahn‑ oder Straßentunnel: Betonfertigteilringe werden über umlaufende Segmentfugen verbunden. An den Ringstößen dringt drückendes Grund‑ oder Schichtenwasser mit bis zu 12 bar ein und spült Feinstpartikel aus dem Hinterfüllmörtel. Die Folge: Querschnittsschwächung, Setzungen und im schlimmsten Fall massive Wassereinbrüche. Ein hydrophiles Fugenband dichtet diese Stoßstellen zuverlässig, indem es bei Wasserkontakt aufquillt und den Fugenspalt aktiv versiegelt.Materialtechnologie – aktiv aufquellendes PVC‑NitrilDas Band besteht aus modifiziertem PVC‑Nitril mit eingebetteten Natrium‑Bentonit‑Schichten. Sobald Wasser eindringt, quillt der Bentonit bis zum 300‑fachen Volumen auf, drückt sich in Mikroporen und verschließt selbst Kapillaren von 0,05 mm. Gleichzeitig verhindert das PVC‑Gerüst ein Überquellen, sodass das umliegende Betongefüge nicht gesprengt wird. Prüfberichte nach EN 13610 belegen eine Wiederholbarkeit des Quellvorgangs …
Fugen – das schwächste Glied im Tunnel
Ob Eisenbahn‑, U‑Bahn‑ oder Straßentunnel: Betonfertigteilringe werden über umlaufende Segmentfugen verbunden. An den Ringstößen dringt drückendes Grund‑ oder Schichtenwasser mit bis zu 12 bar ein und spült Feinstpartikel aus dem Hinterfüllmörtel. Die Folge: Querschnittsschwächung, Setzungen und im schlimmsten Fall massive Wassereinbrüche. Ein hydrophiles Fugenband dichtet diese Stoßstellen zuverlässig, indem es bei Wasserkontakt aufquillt und den Fugenspalt aktiv versiegelt.
Materialtechnologie – aktiv aufquellendes PVC‑Nitril
Das Band besteht aus modifiziertem PVC‑Nitril mit eingebetteten Natrium‑Bentonit‑Schichten. Sobald Wasser eindringt, quillt der Bentonit bis zum 300‑fachen Volumen auf, drückt sich in Mikroporen und verschließt selbst Kapillaren von 0,05 mm. Gleichzeitig verhindert das PVC‑Gerüst ein Überquellen, sodass das umliegende Betongefüge nicht gesprengt wird. Prüfberichte nach EN 13610 belegen eine Wiederholbarkeit des Quellvorgangs über 30 Zyklen ohne Funktionsverlust.
Montage unter Tage – Sicherheit & Geschwindigkeit
Die Bänder werden in einer Trocken‑Klebetechnik direkt auf die Segmentfuge geklebt. Ein doppelseitiges Acrylat‑Band entwickelt schon bei +5 °C volle Anfangshaftung; Kontaktpressung ist dank Profilnoppen gewährleistet. So lässt sich in der Taktzeit einer Ringmontage von fünf bis sieben Minuten das komplette Band applizieren, ohne den Vortrieb zu verzögern. Ein gelber Farbindikator signalisiert Monteuren, wenn das Band beschädigt oder falsch positioniert wäre.
Langzeitbeständigkeit dokumentieren
Alle 250 m wird ein Referenzelement mit einem RFID‑Marker einbetoniert. Messungen via Induktivsonde erfassen Bandfeuchte, Quellgrad und Temperatur – Daten werden in der Leitwarte aufgezeichnet. Diese Condition‑Monitoring‑Strategie reduziert Inspektionsintervalle drastisch und macht Wartung planbar.
Praxisbeispiel: Metro‑Los Zürich
Beim Bau der neuen Innenstadtverbindung wurden 8 000 m Fugenband erfolgreich installiert. Nach einem Jahr Betrieb zeigten Sensordaten eine mittlere Bandfeuchte von 4 % – deutlich unter dem Alarmschwellenwert von 15 %. Kein Wasserdurchtritt, keine Setzungen.