Brandschutz‑Fugen sind ein zentrales Element in der Gebäudesicherheit und verhindern die Ausbreitung von Feuer, Rauch und Giftgasen durch kritische Fugenbereiche in Wänden, Decken und Anschlussfugen. Unsere Spezialisten in Luzern beginnen mit einer Gefährdungsanalyse nach DIN 4102 und EN 1366, bei der Materialart, Raumfunktion und Bewegungsanforderungen erfasst werden. Anhand dieser Analyse legen wir die erforderliche Feuerwiderstandsklasse (EI30 bis EI120) sowie die Fugenspaltbreite und das passende Dichtsystem fest.
Im ersten Arbeitsschritt entfernen wir alle vorhandenen Dichtstoffe und reinigen den Fugenkanal gründlich mit Druckluft und Staubsauger, um saubere Haftflächen zu schaffen. Anschließend tragen wir gegebenenfalls einen intumeszierenden Primer auf, der im Brandfall aufquillt und die Fuge zusätzlich verschließt. Für den eigentlichen Brandschutz verwenden wir geprüfte Brandschutzmörtel und intumeszierende Dichtmassen, die sowohl strukturelle Bewegungen ausgleichen als auch eine hochtemperaturbeständige Barriere bilden.
Die Applikation erfolgt in mehreren Schichten: Zunächst wird der Brandschutzmörtel in den Tiefenbereich der Fuge injiziert, um eine dichte Rückverankerung zu gewährleisten. Darauf folgt eine Lage intumeszierender Dichtmasse, die gleichmäßig mit einer Kartuschenpistole eingebracht und mit einem Fugenglätter zu einer glatten Oberfläche verarbeitet wird. Nach der Aushärtung prüfen wir die Abdichtung durch einen Mehrpunkt‑Druckluft‑ und Wassertest sowie eine Sichtkontrolle auf Schichtdicke und Gleichmäßigkeit.
Brandschutz‑Fugen erfordern eine präzise Dokumentation: Unsere Fachleute fertigen ein Protokoll mit Materialchargennummern, Aushärtezeiten und Messberichten an. Diese Dokumentation ist wichtig für Behördenabnahmen und Versicherungen. Für Fugen in Brandwänden oder Decken empfehlen wir zusätzlich eine jährliche Sichtprüfung auf intumeszierende Materialreste und Beschädigungen durch Bauwerksbewegungen.
Bei Renovierungen oder nach größeren Umbauten überprüfen wir vorhandene Fugen auf Unversehrtheit und erneuern intakte Fugen überwiegend teilflächig, um Kosten zu sparen und die Bauzeiten zu minimieren. Kleinere Fehlstellen können mit nachträglich injizierbaren Brandschutzharzen repariert werden, die in offenen Fugenkanälen ohne kompletten Materialausbau eingesetzt werden.
Vertrauen Sie auf unser Fachwissen: Wir bieten zertifizierte Lösungskonzepte für jede Fugenart, von Anschlussfugen an Installationsschächten bis zu Dehn‑ und Bewegungsfugen in raumhohen Brandabschnitten. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung, präzise Gefährdungsanalyse und ein transparentes Festpreisangebot – für dauerhaft dichte und sichere Brandschutz‑Fugen in Ihrem Gebäude.
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